Sind Ungläubige unglaubwürdig?

Sind Menschen, die an keinen Gott glauben oder die Existenz einer treusorgenden Supermacht für unwahrscheinlich halten, moralisch zuverlässig? Kann ein Freidenker aus einer selbstbestimmten Spiritualität heraus Gutes tut?

Wäre eine Ebene der Bewusstheit denkbar, auf der eine Gemeinsamkeit mit allen Menschen, ja sogar mit Tieren, Pflanzen und Landschaften möglich und erlebbar wäre, sodass sich ein Gefühl der All-Verantwortung einstellt – ohne Autoritäten und Heilige Schriften? Die Pansophik bejaht dies.

Die Lebendigkeit des Divinalen

Sie unterteilt die organisale Verfasstheit subtiler Systeme in Lebendigkeitsstufen, die sogenannten Vitalgradienten. Laut o’mura gibt es deren sechs: Basierend auf dem Raum-Energetischen [Corenergalen] entfaltet sich das Materiale, Vegetale, Animale bis hin zum Rationalen und Divinalen. In Letzterem kehrt die Freiheit des Lichts als Erleuchtung wieder.

Diese uralte These wurden bisher von niemandem systematisch und spekulationsarm erfasst und verknüpft. Das soll sich ändern. Die Gläubigen aller Bekenntnisse erhalten Gelegenheit, ihre jeweilige konfessionelle Spezifik als Spielart der gleichen spirituellen Sehnsucht zu durchschauen.

Ein zentraler Begriff der Pansophik

Sakrale Ausschmückungen und dogmatische Verkarstungen sorgten über Jahrtausende hinweg für eine Inversion und Perversion der divinalen Fähigkeit. Der Begriff des Anatheismus soll eine Reïnversion bewirken, sodass sich jeder die Glaubensinhalte und Riten seiner Vorfahren und Nachbarn aus hoheitlicher Sicht erschließen kann.

In seinem Hauptwerk, Vorschlag zur wissenschaftlichen Neufundierung der Philosophie (erhältlich unter www.projektpansophia.eu und www.verlag-panomnia.de), fordert o’mura eine freie Transzendenz und selbstbestimmte Spiritualität, die die Natur nicht zur Schöpfung einer Supermacht herabwürdigt. Das Projekt unternimmt den Versuch, eine wissenschaftliche Weltanschauung mit ganzheitlichem Anspruch zu entwickeln – ohne totalitäre Verabsolutierungen.

Die Pansophik fundiert alle geistig-geistlichen Bemühungen; in toto: die spirituelle Dimension der bürgerlichen Selbstbestimmung. Sie vertraut der Fähigkeit des Menschen zu transzendenter Verschmelzung und suprapersonaler Mitverantwortung.

Gewissheit ist etwas für Kinder

Mit dem Streben nach Gewissheit beginnt die Abkehr von jenem Nicht(mehr)wissen, das ein Steinmetz aus Athen namens Sokrates einst jedem Tiefendenker anempfahl. Doch es geht nicht um eine bis zur Beliebigkeit verblassende Allakzeptanz (die letztlich alle unbefriedigt ließe), sondern um eine Philosophie, die die grundlegende Gleichheit aller Dinge als Chance erkennt und die Gemeinsamkeiten ihrer inneren Verfasstheit systematisch erforscht.

Stell dir vor, alle kämen ins Gespräch: Esoteriker und Wissenschaftler, Anarchisten und Theologen, Physiker und Metaphysiker… Welch eine Chance!

Frieden durch Weisheit!

Das Projekt Pansophia ragt als soziale Bewegung in die scientale und spirituelle Dimension. Insoweit unterscheidet es sich von der Pansophik, die als qualirelationales Pendant zur quantirelationalen Mathematik streng wissenschaftsorientiert ist. Beide - Lehre und Diskurs (Pansophik und Projekt) - tragen eine hohe Verantwortung, da sie der Offenen Gesellschaft (und damit: dem Weltfrieden) ein scientales Fundament geben.

Welcher Demagoge könnte sich durch primitive Manipulationen Vorteile erschleichen, wenn ihn das pansoph geschulte Publikum auszulachen droht? „Tiefes Wissen schützt, befähigt und befreit!“ heißt es im Buch. [>A033] In diesem findet jeder Selbst- und Tiefendenker ein Refugium.